Das Investieren ist in den letzten zehn Jahren immer beliebter geworden, insbesondere auf dem Devisenmarkt, dem größten und liquidesten Markt mit Billionen von Dollar im täglichen Handel. Der Devisenmarkt operiert weltweit und außerbörslich und bietet Händlern eine Möglichkeit, plötzliche Überraschungen wie an den Aktienmärkten zu vermeiden. Aufgrund der hohen Liquidität, der 24/7-Verfügbarkeit und der Zugänglichkeit ist der Devisenhandel zu einem beliebten Beruf oder Nebenerwerb für Einzelhändler geworden.
Beim Devisenhandel muss eine Währung gekauft und eine andere verkauft werden. Das Währungspaar kann jedoch als eine einzige Einheit betrachtet werden, die gleichzeitig gekauft und verkauft wird.
Währungspaare werden in drei Kategorien eingeteilt: Major, Minor und Exotic. Major-Paare sind die am meisten gehandelten und machen 75 % des täglichen Handels aus. Sie umfassen USD-Paare wie GBP/USD und EUR/USD. Die enge Spanne zwischen Geld- und Briefkursen und die geringe unerwartete Volatilität machen diese Kategorie bei Händlern so beliebt.
Minor-Paare hingegen sind nicht mit dem US-Dollar verbunden und werden im Wesentlichen durch die Kreuzung zweier anderer Hauptwährungen gebildet, wie z.B. EUR/GBP – GBP/JPY, oder durch die Verwendung einer Hauptwährung und einer Schwellenländerwährung. Diese Arten von Währungspaaren sind weniger liquide, was zu größeren Spreads führen kann, haben höhere Transaktionskosten und sind sehr anfällig für Manipulationen. Aufgrund ihrer höheren Volatilität bieten sie jedoch auch mehr Gewinnchancen.
Exotische Paare bestehen aus einer Hauptwährung und einer Währung aus einer kleineren oder weniger häufig gehandelten Volkswirtschaft, wie z.B. USD/TRY und USD/PLN. Dieses Paar ist überhaupt nicht liquide, hat eine hohe Volatilität, ist leicht zu manipulieren, hat große Spreads und reagiert extrem empfindlich auf unerwartete politische Nachrichten.
Ob Sie nun mit Devisen oder einer anderen Anlageklasse handeln, der erste Schritt zum Erfolg ist die Entwicklung und Umsetzung einer Handelsstrategie, gefolgt von der Einhaltung der Handelsdisziplin.
Eine der bekannten Strategien, die sich auf das GBP/USD konzentrieren, ist die London Breakout Strategy, die sich den Ausbruch aus der Eröffnungsspanne während der Londoner Sitzung zunutze macht. Bei dieser Technik werden die höchsten und niedrigsten Kurspunkte des Paares während der asiatischen Sitzung verwendet. Wenn der Londoner Markt öffnet, geht der Händler in den Handel ein, sobald der Kurs des Vermögenswerts diese Spanne durchbricht.

Der Erfolg der Strategie liegt in der Öffnung Londons um 7:00 Uhr GMT und in der frühen Volatilität. Das ist bei fast allen großen Finanzzentren der Welt der Fall, insbesondere aber bei den London Open und New York Open. Die Tatsache, dass auf ein wichtiges Paar gesetzt wird, bedeutet, dass der Händler geringere Kosten und enge Spreads hat, so dass es leicht profitabel sein kann.
Diese Strategie hat viele Versionen mit unterschiedlichen Zielen und Zeitrahmen, wobei die bekannteste der Handel auf einem 5-Minuten-Chart des GBP/USD ist, bei dem die Händler unterschiedliche Rendite-Risiko-Verhältnisse setzen.
Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse, die versucht, den Wert eines Vermögenswerts auf der Grundlage seiner Fähigkeit, einen zukünftigen Cashflow zu generieren, zu bewerten, wird die technische Analyse durch die Analyse statistischer Trends, vergangener Marktbewegungen und die Verwendung technischer Indikatoren eingesetzt.
City Investment Solutions, ein in London ansässiges Unternehmen, schätzt, dass die durchschnittliche tägliche Bewegung von GBP/USD im letzten Jahr bei etwa 84 Pips lag. Wenn es also während der asiatischen Sitzung zu einer signifikanten Bewegung kommt, ist nicht zu erwarten, dass es zu einem Ausbruch kommt oder der Kurs das Take-Profit-Niveau erreicht.
Obwohl die London Breakout-Technik einfach zu handhaben ist, sollten sich Händler nicht zu sehr daran gewöhnen. Es ist extrem gefährlich, diese Strategie zu verwenden, wenn makroökonomische Nachrichten veröffentlicht werden. Viele Händler finden es attraktiv, während der Veröffentlichung von Nachrichten zu handeln, weil sie glauben, dass dies der beste Weg ist, um schnell viel Geld zu verdienen. Bedauerlicherweise führt dies meistens zu unnötigen Verlusten. Nachrichten über das NFP, den CPI oder Zinsentscheidungen der Zentralbanken können unter anderem zu extremer Volatilität führen und Ihren Stop Loss auslösen.
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